Vergabeglossar
Im Vergaberecht gibt es viele Fachbegriffe. Hier erklären wir sie, damit Sie nicht rätseln müssen.
A
Akteneinsichtsrecht
Das Akteneinsichtsrecht gibt Bietern und der Öffentlichkeit das Recht auf Einsicht in Vergabeunterlagen und Vergabeakten öffentlicher Auftraggeber.
Allgemeinverbindliche Tarifverträge
Allgemeinverbindliche Tarifverträge gelten für alle Arbeitnehmer einer Branche und sichern Mindestarbeitsbedingungen, auch bei öffentlichen Aufträgen.
Amtsblatt der Europäischen Union
Das Amtsblatt der EU ist das offizielle Veröffentlichungsorgan, in dem EU-Rechtsvorschriften und alle öffentlichen Ausschreibungen über den EU-Schwellenwerten publiziert werden.
Anbieter
Ein Anbieter ist ein Unternehmen oder eine Person, die ein Angebot in einem öffentlichen Vergabeverfahren einreicht. Erfahren Sie mehr über Rechte und Pflichten.
Angebot
Ein Angebot ist die formelle Abgabe eines Unternehmens in einem öffentlichen Vergabeverfahren mit Preisen, Leistungsbeschreibung und Nachweisen.
Angebotsabgabe
Die Angebotsabgabe ist die formelle Einreichung eines Angebots durch ein Unternehmen in einem öffentlichen Vergabeverfahren mit Preisen und Leistungsnachweisen.
Angebotsbewertung
Die Angebotsbewertung ist der Prozess, in dem der Auftraggeber eingegangene Angebote systematisch prüft und das wirtschaftlichste Angebot ermittelt.
Angebotsfrist
Die Angebotsfrist ist der letztmögliche Zeitpunkt für die Abgabe eines Angebots in einem Vergabeverfahren. Nach Ablauf eingegangene Angebote werden ausgeschlossen.
Arbeitsmarktkriminalität
Arbeitsmarktkriminalität umfasst Verstöße gegen Arbeits-, Steuer- und Sozialrecht, die Arbeitnehmer ausbeuten und den Wettbewerb bei öffentlichen Aufträgen verzerren.
Arbeitsschutzerklärung
Eine Arbeitsschutzerklärung ist eine Eigenerklärung über die Einhaltung von Arbeitsschutzvorschriften, die im Vergabeverfahren als Eignungsnachweis dienen kann.
Aufforderung zur Angebotsabgabe
Eine Aufforderung zur Angebotsabgabe (ITT) ist die formelle Einladung des Auftraggebers an Bieter, ein Angebot in einem öffentlichen Vergabeverfahren einzureichen.
Aufhebung eines Vergabeverfahrens
Die Aufhebung beendet ein Vergabeverfahren ohne Zuschlagserteilung. Sie ist nach § 63 VgV nur unter bestimmten Voraussetzungen zulässig.
Aufklärung im Vergabeverfahren
Die Aufklärung ermöglicht es dem Auftraggeber, Unklarheiten in Angeboten zu klären, ohne dass der Bieter sein Angebot verbessern darf.
Auftragsausführungsbedingungen
Auftragsausführungsbedingungen sind vertragliche Vorgaben des Auftraggebers für die Durchführung eines öffentlichen Auftrags während der Vertragslaufzeit.
Ausbildungsklausel
Eine Ausbildungsklausel verpflichtet Auftragnehmer, bei der Ausführung öffentlicher Aufträge Auszubildende einzusetzen, um Fachkräftenachwuchs zu sichern.
Ausschluss
Der Ausschluss im Vergaberecht bezeichnet die Zurückweisung eines Bieters oder Angebots, das die Anforderungen des Vergabeverfahrens nicht erfüllt.
Ausschlussgrund
Ein Ausschlussgrund ist ein gesetzlich geregelter Tatbestand, der den Auftraggeber verpflichtet oder berechtigt, einen Bieter vom Vergabeverfahren auszuschließen.
Ausschreibung
Eine Ausschreibung ist ein formelles Verfahren, bei dem öffentliche Auftraggeber Unternehmen zur Abgabe von Angeboten für Waren oder Dienstleistungen auffordern.
Ausschreibungsbenachrichtigung
Ausschreibungsbenachrichtigungen sind automatische Benachrichtigungen über neue relevante öffentliche Ausschreibungen, die manuelles Suchen ersetzen.
Ausschreibungssuche
Die Ausschreibungssuche ist der systematische Prozess, relevante öffentliche Ausschreibungen zu finden und zu überwachen, um an Vergabeverfahren teilzunehmen.
B
BAFO (Best and Final Offer)
BAFO (Best and Final Offer) ist das endgültige Angebot, das Bieter nach Verhandlungsrunden in einem Vergabeverfahren einreichen. Weitere Verhandlungen sind danach ausgeschlossen.
Bauauftrag
Ein Bauauftrag ist ein öffentlicher Auftrag über die Ausführung von Bauleistungen mit eigenen EU-Schwellenwerten im Vergaberecht.
Begründungspflicht
Die Begründungspflicht verpflichtet öffentliche Auftraggeber, ihre Vergabeentscheidungen nachvollziehbar zu erklären, damit Bieter die Rechtmäßigkeit prüfen können.
Bekanntmachung
Eine Bekanntmachung ist die öffentliche Mitteilung eines Auftraggebers über ein geplantes Vergabeverfahren, damit sich interessierte Unternehmen bewerben können.
Beschaffung
Beschaffung bezeichnet den operativen Prozess des öffentlichen Einkaufs, von der Bedarfsermittlung über die Vergabe bis zur Vertragserfüllung.
Beschaffungskennzahl
Eine Beschaffungskennzahl (KPI) ist ein Messindikator, der zeigt, inwieweit eine Organisation ihre Ziele in der öffentlichen Beschaffung und im Vertragsmanagement erreicht.
Beschaffungsstrategie
Eine Beschaffungsstrategie ist ein übergeordnetes Dokument, das die Ausrichtung der öffentlichen Beschaffung mit Zielen und Maßnahmen festlegt.
Bestellauftrag
Ein Bestellauftrag ist eine verbindliche Aufforderung eines öffentlichen Auftraggebers an einen Auftragnehmer zur Lieferung von Waren oder Dienstleistungen.
Betroffene Bieter
Betroffene Bieter sind Unternehmen, die an einem Vergabeverfahren teilgenommen haben und Anspruch auf Information über die Zuschlagsentscheidung haben.
Bewertungskriterium
Ein Bewertungskriterium ist eine gewünschte Anforderung in der Leistungsbeschreibung, die nicht zwingend ist, sondern bei der Angebotsbewertung bepunktet wird.
Bewertungsmethode
Eine Bewertungsmethode macht Preis und Qualität vergleichbar, damit der Auftraggeber Angebote rangieren und das wirtschaftlichste Angebot auswählen kann.
Bid Manager
Ein Bid Manager ist eine Fachkraft, die die Erstellung und Koordination von Angeboten für öffentliche Ausschreibungen leitet und steuert.
Bieter
Ein Bieter ist jedes Unternehmen, das in einem öffentlichen Vergabeverfahren ein Angebot für Waren, Dienst- oder Bauleistungen abgibt.
Bieterauswahl
Die Bieterauswahl ist der Prozess, in dem der Auftraggeber qualifizierte Unternehmen auswählt, die zur Angebotsphase in nicht offenen Verfahren zugelassen werden.
Bietergemeinschaft
Eine Bietergemeinschaft ist ein Zusammenschluss selbstständiger Unternehmen, die gemeinsam ein Angebot in einem öffentlichen Vergabeverfahren abgeben.
Bieterkonferenz
Eine Bieterkonferenz ist eine offene Veranstaltung, bei der Auftraggeber kommende Vergaben vorstellen und Unternehmen Lösungen präsentieren und Impulse geben können.
Bindefrist
Die Bindefrist ist der Zeitraum, in dem ein Angebot in einem öffentlichen Vergabeverfahren rechtlich bindend ist. Die Standardfrist beträgt 30 Tage nach der Angebotsfrist.
Bußgeld im Vergaberecht
Ein vergaberechtliches Bußgeld ist eine wirtschaftliche Sanktion, die Vergabekammern oder Gerichte gegen Auftraggeber bei rechtswidrigen Direktvergaben verhängen können.
C
CPC-Code
Ein CPC-Code ist ein Klassifizierungscode des UN-Produktklassifizierungssystems, der im WTO-Übereinkommen über das öffentliche Beschaffungswesen verwendet wird.
CPV-Code
Ein CPV-Code ist ein Nummernsystem zur Kategorisierung von Waren und Dienstleistungen in öffentlichen Ausschreibungen, das die Suche nach relevanten Vergaben erleichtert.
D
Deklaration
Eine Deklaration ist eine formelle Erklärung gegenüber Behörden, etwa eine Zolldeklaration bei Warenimport oder eine Umweltproduktdeklaration (EPD) im Vergabewesen.
DFØ
DFØ ist die norwegische Fachbehörde für öffentliches Beschaffungswesen, die staatliche Stellen und Kommunen bei der Durchführung effizienter Vergabeverfahren berät.
Dienstleistungsauftrag
Ein Dienstleistungsauftrag ist ein öffentlicher Auftrag über die Erbringung von Dienstleistungen und eine der drei Auftragsarten im Vergaberecht.
Digitale Eignungsprüfung
Die digitale Eignungsprüfung ermöglicht es öffentlichen Auftraggebern, Nachweise über Bieter direkt und in Echtzeit aus öffentlichen Registern abzurufen.
Direktvergabe
Die Direktvergabe ist ein vereinfachtes Verfahren, bei dem öffentliche Auftraggeber Leistungen ohne förmliches Vergabeverfahren beauftragen können.
Doffin
Doffin ist die nationale norwegische Datenbank für öffentliche Ausschreibungen, über die staatliche und kommunale Auftraggeber ihre Vergabeverfahren veröffentlichen.
Dynamisches Beschaffungssystem
Ein dynamisches Beschaffungssystem ist ein elektronisches Verfahren, bei dem Unternehmen laufend beitreten können und Auftraggeber bei Bedarf Einzelaufträge vergeben.
E
E-Vergabeplattform
Eine E-Vergabeplattform ist ein digitales System, das Auftraggeber bei der strukturierten und effizienten Durchführung von Vergabeverfahren unterstützt.
EEE (Einheitliche Europäische Eigenerklärung)
Die EEE ist ein europäisches Eigenerklärungsformular, das die Teilnahme an öffentlichen Vergabeverfahren vereinfacht, indem Nachweise erst nach Zuschlag vorgelegt werden.
eForms
eForms sind die standardisierten digitalen Bekanntmachungsformulare der EU für öffentliche Vergabeverfahren, das verpflichtende Format für Bekanntmachungen auf TED.
Eigenberichterstattung
Eigenberichterstattung ist ein Instrument der Vertragsüberwachung, bei dem der Auftragnehmer selbst über die Einhaltung der Vertragsbedingungen berichtet.
Eigenerklärung
Eine Eigenerklärung ist ein Dokument, in dem ein Bieter bestätigt, dass er die Eignungskriterien erfüllt, als vorläufiger Nachweis im Vergabeverfahren.
Eignungskriterien
Eignungskriterien sind Anforderungen an die Leistungsfähigkeit, Fachkunde und Zuverlässigkeit von Unternehmen, die an öffentlichen Vergabeverfahren teilnehmen wollen.
Einstweilige Verfügung
Eine einstweilige Verfügung im Vergaberecht untersagt dem Auftraggeber vorläufig den Vertragsschluss, bis die Vergabekammer über die Rechtmäßigkeit entschieden hat.
Einzelabruf
Ein Einzelabruf ist eine Bestellung oder ein Kauf unter einer bestehenden Rahmenvereinbarung, die den Beschaffungsprozess vereinfacht.
Elektronische Auktion
Eine elektronische Auktion ist ein digitales Verfahren in der öffentlichen Beschaffung, bei dem Bieter in Echtzeit Preise und Angebotsmerkmale anpassen können.
Ethische Vertragsklauseln
Ethische Vertragsklauseln sind standardisierte Anforderungen in öffentlichen Aufträgen, die Auftragnehmer zur Einhaltung von Menschenrechten und fairen Arbeitsbedingungen verpflichten.
EU-Schwellenwerte
EU-Schwellenwerte sind die von der Europäischen Kommission festgelegten Auftragswerte, ab denen öffentliche Aufträge EU-weit ausgeschrieben werden müssen.
EU-weite Vergabe (Oberschwellenbereich)
Die EU-weite Vergabe betrifft öffentliche Aufträge oberhalb der EU-Schwellenwerte mit strengen Verfahrensvorschriften nach GWB und VgV.
EVB-IT
EVB-IT sind die ergänzenden Vertragsbedingungen für IT-Beschaffungen der öffentlichen Hand in Deutschland, die als Standardvertragswerk für IT-Aufträge dienen.
F
Fachlos
Ein Fachlos ist ein Teil eines größeren öffentlichen Auftrags, der in kleinere Lose aufgeteilt wird, etwa nach Fachgebiet, Region oder Produktgruppe.
Flächentarifvertrag
Ein Flächentarifvertrag regelt Lohn- und Arbeitsbedingungen für eine gesamte Branche und setzt Mindeststandards, die bei öffentlichen Aufträgen zu beachten sind.
Forschung und Entwicklung
Forschung und Entwicklung (FuE) in der öffentlichen Beschaffung umfasst Aufträge zur Gewinnung neuer Erkenntnisse oder Entwicklung neuer Lösungen, mit eigenen Ausnahmen im Vergaberecht.
Freiwillige Ex-ante-Transparenzbekanntmachung
Eine freiwillige Ex-ante-Transparenzbekanntmachung informiert über einen geplanten Vertragsschluss ohne Vergabeverfahren und schützt vor Nichtigkeit des Vertrags.
Funktionale Anforderungen
Funktionale Anforderungen beschreiben, was eine Leistung erreichen soll, nicht wie. Sie fördern Innovation und Wettbewerb bei öffentlichen Ausschreibungen.
Funktionale Leistungsbeschreibung
Eine funktionale Leistungsbeschreibung definiert gewünschte Ergebnisse statt technische Lösungen und fördert Innovation in der öffentlichen Beschaffung.
G
Gemeinsamer Beschaffungsvertrag
Ein gemeinsamer Beschaffungsvertrag ist eine Einkaufsvereinbarung, bei der mehrere öffentliche Stellen gemeinsam Waren oder Dienstleistungen beschaffen, um bessere Konditionen zu erzielen.
Gesundheits- und Sozialdienstleistungen
Gesundheits- und Sozialdienstleistungen unterliegen im Vergaberecht einem vereinfachten Sonderregime mit höheren Schwellenwerten und flexibleren Verfahren.
Gewichtung
Die Gewichtung bei öffentlichen Ausschreibungen legt fest, wie stark jedes Zuschlagskriterium bei der Bewertung der Angebote ins Gewicht fällt.
Gleichbehandlung
Gleichbehandlung ist das grundlegendste Prinzip im Vergaberecht und verlangt, dass alle Bieter die gleichen Chancen in einem Vergabeverfahren erhalten.
GPA
Das GPA (Government Procurement Agreement) ist das WTO-Übereinkommen über das öffentliche Beschaffungswesen, das Bietern aus Mitgliedstaaten gleichen Marktzugang sichert.
Grüne Beschaffung
Grüne Beschaffung bezeichnet die Berücksichtigung von Klima- und Umweltkriterien bei öffentlichen Aufträgen zur Förderung nachhaltiger Lösungen.
Gütezeichen
Ein Gütezeichen ist ein Zertifizierungssystem, das bestätigt, dass Waren oder Dienstleistungen bestimmte ökologische, soziale oder andere Anforderungen erfüllen.
GWB (Vergaberecht)
Das GWB (Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen) enthält in seinem Vierten Teil die grundlegenden Regeln für die öffentliche Auftragsvergabe in Deutschland.
H
Hochrisikoprodukte
Hochrisikoprodukte sind Waren mit dokumentiert hohem Risiko für Menschenrechtsverletzungen in der Lieferkette. Das LkSG und das Vergaberecht stellen Anforderungen.
Hochrisikoproduktliste
Die Hochrisikoproduktliste identifiziert Produktkategorien mit hohem Risiko für Menschenrechtsverletzungen in der Lieferkette bei öffentlichen Beschaffungen.
I
ILO-Kernarbeitsnormen
Die ILO-Kernarbeitsnormen sind zehn internationale Übereinkommen, die Mindeststandards für Arbeitnehmerrechte setzen und im Vergaberecht eine zentrale Rolle spielen.
Informations- und Wartefrist
Die Informations- und Wartefrist nach §134 GWB ist die Pflichtfrist zwischen der Zuschlagsmitteilung und dem Vertragsschluss bei öffentlichen Aufträgen.
Informationspflicht
Die Informationspflicht im Vergaberecht verpflichtet Auftraggeber, Bieter über wesentliche Verfahrensentscheidungen zu unterrichten, insbesondere über die Zuschlagsentscheidung.
Inhouse-Vergabe
Die Inhouse-Vergabe ermöglicht es öffentlichen Stellen, Aufträge an kontrollierte Einrichtungen ohne Vergabeverfahren zu vergeben, wenn die Teckal-Kriterien erfüllt sind.
Inkrementelle Innovation
Inkrementelle Innovation bezeichnet schrittweise Verbesserungen bestehender Produkte und Dienstleistungen und ist die häufigste Innovationsform in der öffentlichen Beschaffung.
Innovation
Innovation in der öffentlichen Beschaffung nutzt die Einkaufskraft des Staates, um neue oder wesentlich verbesserte Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu fördern.
Innovationsbeschaffung
Innovationsbeschaffung bezeichnet Verfahren, bei denen die öffentliche Hand neue Lösungen gemeinsam mit dem Markt entwickelt, weil bestehende Produkte den Bedarf nicht decken.
Innovationsfreundliche Beschaffung
Innovationsfreundliche Beschaffung nutzt funktionale Anforderungen, Marktdialog und qualitätsorientierte Zuschlagskriterien, um innovative Lösungen zu ermöglichen.
Innovationspartnerschaft
Die Innovationspartnerschaft ist ein Vergabeverfahren, bei dem Auftraggeber und Unternehmen eine neue Lösung gemeinsam entwickeln und anschließend beschaffen.
Innovative Beschaffung
Innovative Beschaffung bezeichnet den Einkauf neuer oder wesentlich verbesserter Lösungen durch die öffentliche Hand, um Probleme effizienter zu lösen.
Interessenkonflikt
Ein Interessenkonflikt im Vergaberecht liegt vor, wenn beteiligte Personen nicht unparteiisch handeln können. § 6 VgV regelt Erkennung und Vermeidung.
Interne Kontrolle
Interne Kontrolle im Vergabewesen umfasst systematische Maßnahmen, die sicherstellen, dass Beschaffungen gesetzes- und vorschriftenkonform durchgeführt werden.
K
Kalkulator
Ein Kalkulator ist eine Fachkraft, die Kosten berechnet und Preisangebote für Projekte im Bauwesen erstellt, insbesondere bei öffentlichen Ausschreibungen.
Kategoriemanagement
Kategoriemanagement ist ein strategischer Beschaffungsansatz, bei dem Waren und Dienstleistungen in Kategorien gruppiert werden, um bessere Ergebnisse zu erzielen.
Klima- und Umweltaspekte
Klima- und Umweltaspekte bezeichnen die Pflicht öffentlicher Auftraggeber, Umweltkriterien bei der Vergabe öffentlicher Aufträge zu berücksichtigen.
KOFA
KOFA ist das norwegische Beschwerdeorgan für öffentliche Auftragsvergabe und prüft, ob Vergabeverfahren regelkonform durchgeführt wurden.
Konformitätsbewertungsstelle
Eine Konformitätsbewertungsstelle ist eine unabhängige Organisation, die überprüft, ob Produkte, Dienstleistungen oder Prozesse bestimmte Anforderungen erfüllen.
Kontrollpflicht Tariftreue
Die Kontrollpflicht zur Tariftreue verpflichtet Auftraggeber und Hauptauftragnehmer, die Einhaltung von Lohn- und Arbeitsbedingungen bei Nachunternehmern zu überwachen.
Konzessionsvergaberecht
Das Konzessionsvergaberecht regelt die Vergabe öffentlicher Konzessionsverträge, bei denen der Auftragnehmer das Betriebsrisiko trägt, nach §§ 148-154 GWB.
Konzessionsvertrag
Ein Konzessionsvertrag ist ein öffentlicher Vertrag, bei dem der Auftragnehmer durch das Recht zur kommerziellen Nutzung der Leistung vergütet wird.
Kreislaufwirtschaftliche Beschaffung
Kreislaufwirtschaftliche Beschaffung umfasst öffentliche Einkäufe, die geschlossene Materialkreisläufe durch Wiederverwendung, Reparatur und verlängerte Produktlebensdauer fördern.
Künstliche Intelligenz
Künstliche Intelligenz ist Technologie, die menschliches Denken nachahmt und im Vergabewesen Prozesse wie Ausschreibungssuche und Angebotsanalyse automatisiert.
L
Lebenszyklus
Der Lebenszyklus in der Beschaffung umfasst alle Phasen von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung und bildet die Grundlage für Lebenszykluskosten und Umweltanforderungen.
Lebenszykluskosten
Lebenszykluskosten (LCC) umfassen alle Kosten einer Beschaffung über die gesamte Nutzungsdauer, von der Anschaffung über den Betrieb bis zur Entsorgung.
Leistungsanforderung
Leistungsanforderungen geben messbare Leistungsniveaus vor, die eine Lieferung in öffentlichen Vergabeverfahren erreichen soll. Erfahren Sie den Unterschied zu funktionalen Anforderungen.
Leistungsbeschreibung
Eine Leistungsbeschreibung definiert präzise, was ein öffentlicher Auftraggeber beschaffen möchte, und bildet den Kern der Vergabeunterlagen.
Lieferauftrag
Ein Lieferauftrag ist ein Vertrag über den Kauf, das Leasing oder die Miete von Waren. Die Einordnung bestimmt, welche Schwellenwerte und Bekanntmachungsregeln gelten.
Lieferkette
Eine Lieferkette umfasst alle Stufen von Lieferanten und Unterauftragnehmern, die zur Erbringung einer Leistung beitragen, vom Rohstoff bis zum Endprodukt.
Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz
Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) verpflichtet Unternehmen zur Einhaltung menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten in ihren Lieferketten.
Lohn- und Arbeitsbedingungen
Lohn- und Arbeitsbedingungen sind vertragliche Anforderungen in öffentlichen Vergaben, die sicherstellen, dass Beschäftigte fair entlohnt und behandelt werden.
M
Marktanalyse
Eine Marktanalyse ist die systematische Erfassung von Lieferanten, Produkten und der Wettbewerbssituation zur Vorbereitung öffentlicher Vergabeverfahren.
Markterkundung
Eine Markterkundung sind vorbereitende Gespräche zwischen öffentlichen Auftraggebern und Unternehmen vor einem Vergabeverfahren zur Analyse des Marktes.
Markterkundungsveranstaltung
Eine Markterkundungsveranstaltung ist ein offenes Treffen, bei dem der Auftraggeber seinen Bedarf vorstellt und Unternehmen vor der Ausschreibung Feedback geben können.
Mindestanforderung
Eine Mindestanforderung ist eine zwingende Vorgabe in öffentlichen Vergabeverfahren, die jedes Angebot erfüllen muss, um nicht ausgeschlossen zu werden.
Miniwettbewerb
Ein Miniwettbewerb ist ein vereinfachter Wettbewerb zwischen den Vertragspartnern einer Rahmenvereinbarung zur Vergabe eines konkreten Einzelauftrags.
N
Nachprüfbarkeit
Nachprüfbarkeit ist ein Grundsatz des Vergaberechts, der verlangt, dass Entscheidungen des Auftraggebers dokumentiert und von Dritten überprüft werden können.
Nachverhandlungsverbot
Das Nachverhandlungsverbot untersagt dem Auftraggeber, nach Ablauf der Angebotsfrist mit Bietern über den Inhalt ihrer Angebote zu verhandeln.
Nationale Vergabe (Unterschwellenbereich)
Die nationale Vergabe umfasst öffentliche Aufträge zwischen der Bagatellgrenze und den EU-Schwellenwerten, mit vereinfachten Verfahren und nationaler Bekanntmachung.
Nationale Vergabe mit Verhandlungsmöglichkeit
Die nationale Vergabe mit Verhandlungsmöglichkeit ist ein Vergabeverfahren für Aufträge unterhalb der EU-Schwellenwerte, bei dem der Auftraggeber Verhandlungen mit Bietern führen kann.
Nebenangebot
Ein Nebenangebot ist ein Lösungsvorschlag, der von der Leistungsbeschreibung abweicht. Es darf nur eingereicht werden, wenn der Auftraggeber dies zulässt.
Negatives Interesse
Das negative Interesse umfasst den Ersatz der Kosten, die einem Bieter durch die Teilnahme an einem Vergabeverfahren entstanden sind, in dem der Auftraggeber gegen Vergaberecht verstoßen hat.
Nicht offenes Verfahren
Das nicht offene Verfahren ist eine zweistufige Vergabeart mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb, bei der nur ausgewählte Bieter zur Angebotsabgabe eingeladen werden.
Nichtdiskriminierung
Nichtdiskriminierung ist ein Grundprinzip des Vergaberechts, das die Benachteiligung von Bietern aufgrund ihrer Nationalität oder Herkunft verbietet.
Norgesmodellen
Die Norgesmodellen ist ein norwegisches Paket nationaler Mindestanforderungen an faire Arbeitsbedingungen bei öffentlichen Aufträgen in Bau und Reinigung.
NUTS-Codes
NUTS-Codes sind geografische Codes zur Identifizierung von Regionen in Europa. Sie werden in öffentlichen Vergabeverfahren zur Angabe des Erfüllungsorts verwendet.
P
Peppol
Peppol ist ein internationales Netzwerk für den standardisierten elektronischen Austausch von Geschäftsdokumenten zwischen Unternehmen und öffentlichen Auftraggebern.
Planungswettbewerb
Ein Planungswettbewerb ist ein Vergabeverfahren, bei dem eine unabhängige Jury anonym den besten Entwurf oder Lösungsvorschlag aus den Bereichen Architektur, Städtebau oder Ingenieurwesen auswählt.
Positives Interesse
Das positive Interesse umfasst den Ersatz des entgangenen Gewinns, wenn ein Bieter in einem öffentlichen Vergabeverfahren zu Unrecht übergangen wurde.
PQQ
Ein PQQ (Pre-Qualification Questionnaire) ist ein Fragebogen zur Bewertung der Eignung von Bietern, bevor sie zur Angebotsabgabe in einem Vergabeverfahren eingeladen werden.
Präqualifizierungssystem
Ein Präqualifizierungssystem vereinfacht öffentliche Vergaben, indem Unternehmen vorab geprüft werden und ihre Eignung nicht bei jeder Ausschreibung erneut nachweisen müssen.
Preisdruck
Preisdruck beschreibt den Druck auf Bieter, möglichst günstig anzubieten, wenn der Preis in öffentlichen Vergabeverfahren stark gewichtet wird, mit dem Risiko sinkender Qualität.
R
Radikale Innovation
Radikale Innovation ist eine Neuerung, die fundamental mit bestehenden Lösungen bricht. Erfahren Sie, wie öffentliche Vergabeverfahren radikal neue Lösungen fördern können.
Rahmenvereinbarung
Eine Rahmenvereinbarung ist eine langfristige Vereinbarung zwischen Auftraggeber und Unternehmen, die die Bedingungen für künftige Einzelaufträge festlegt.
Rechtswidrige Direktvergabe
Eine rechtswidrige Direktvergabe liegt vor, wenn ein öffentlicher Auftraggeber einen Auftrag ohne die vorgeschriebene Bekanntmachung vergibt.
RFI (Request for Information)
Eine RFI (Request for Information) ist eine schriftliche Anfrage, mit der ein Auftraggeber vor einer öffentlichen Ausschreibung Informationen vom Markt einholt.
RFP
Eine RFP (Request for Proposal) ist eine formelle Anfrage, bei der ein Auftraggeber Unternehmen auffordert, Lösungsvorschläge mit Preis, Konzept und Qualifikationen einzureichen.
RFQ
Eine RFQ (Request for Quotation) ist eine Preisanfrage, bei der ein Auftraggeber Unternehmen um Preisangebote für klar definierte Waren oder Dienstleistungen bittet.
Risiko
Risiko in der öffentlichen Beschaffung umfasst Umstände, die eine Vergabe negativ beeinflussen können. Erfahren Sie mehr über Risikobewertung, Risikomanagement und Risikoverteilung.
Risikomanagement
Risikomanagement in der öffentlichen Beschaffung ist der Prozess der Identifizierung, Bewertung und Behandlung von Risiken, die eine Vergabe negativ beeinflussen können.
S
Schwellenwert
Ein Schwellenwert ist eine Wertgrenze, die bestimmt, welche Vergaberegeln gelten und wie umfangreich das Beschaffungsverfahren sein muss.
Sektorenverordnung
Die Sektorenverordnung (SektVO) regelt die Vergabe von Aufträgen in den Bereichen Wasser, Energie, Verkehr und Post mit höheren Schwellenwerten und flexibleren Verfahren.
Sorgfaltspflichtprüfung
Eine Sorgfaltspflichtprüfung ist ein systematischer Prozess, in dem Unternehmen Risiken für Menschenrechte und Arbeitsbedingungen in ihrer Lieferkette erfassen.
Sozialdumping
Sozialdumping bedeutet, dass Arbeitnehmer wesentlich schlechtere Lohn- und Arbeitsbedingungen erhalten als üblich. Erfahren Sie, wie das öffentliche Vergaberecht dem entgegenwirkt.
Soziale Beschaffung
Soziale Beschaffung nutzt die öffentliche Nachfragemacht zur Förderung fairer Arbeitsbedingungen, Inklusion und Menschenrechte in der Lieferkette.
Soziale Verantwortung
Soziale Verantwortung in der öffentlichen Beschaffung betrifft die Pflichten von Bietern zur Einhaltung von Menschenrechten und Arbeitsbedingungen in der Lieferkette.
Soziales Gütezeichen
Ein soziales Gütezeichen ist eine unabhängige Zertifizierung, die dokumentiert, dass Waren unter Einhaltung von Arbeitsbedingungen und Menschenrechten hergestellt wurden.
Steuerbescheinigung
Eine Steuerbescheinigung ist ein behördliches Dokument, das die steuerliche Zuverlässigkeit eines Unternehmens nachweist, eine häufige Anforderung in öffentlichen Vergabeverfahren.
T
Tariftreue und Sozialstandards
Tariftreue und Sozialstandards im Vergaberecht bezeichnen vertragliche Anforderungen an faire Lohn- und Arbeitsbedingungen bei öffentlichen Aufträgen.
Teilnahmewettbewerb
Der Teilnahmewettbewerb ist die erste Phase eines Vergabeverfahrens, in der die Eignung der Bewerber geprüft wird, bevor sie zur Angebotsabgabe eingeladen werden.
Tenders Electronic Daily (TED)
TED (Tenders Electronic Daily) ist die offizielle EU-Datenbank für die Veröffentlichung öffentlicher Ausschreibungen im gesamten EWR-Raum.
Transparenz
Transparenz ist ein grundlegendes Prinzip im Vergaberecht, das Offenheit, Nachvollziehbarkeit und Überprüfbarkeit während des gesamten Vergabeverfahrens sicherstellt.
Transparenzgrundsatz
Der Transparenzgrundsatz ist ein zentrales Vergabeprinzip, das Vorhersehbarkeit und Nachvollziehbarkeit des Vergabeverfahrens für alle Bieter sicherstellt.
U
Umweltzeichen
Ein Umweltzeichen ist eine unabhängige Zertifizierung, die bestätigt, dass ein Produkt oder eine Dienstleistung bestimmte Umweltanforderungen erfüllt.
Ungewöhnlich niedriges Angebot
Ein ungewöhnlich niedriges Angebot hat einen Preis, der im Verhältnis zur Leistung unverhältnismäßig niedrig erscheint. Der Auftraggeber muss vor einem möglichen Ausschluss prüfen.
Unterauftragnehmer
Ein Unterauftragnehmer ist ein Unternehmen, das Teile eines öffentlichen Auftrags im Auftrag des Hauptauftragnehmers ausführt.
Unterschwellenvergabe (UVgO)
Die Unterschwellenvergabe betrifft öffentliche Aufträge unterhalb der EU-Schwellenwerte und wird in Deutschland durch die UVgO und Landesvergabegesetze geregelt.
V
Vergabedaten
Vergabedaten sind strukturierte Informationen aus öffentlichen Vergabeverfahren, darunter Bekanntmachungen, Angebote, Zuschlagsentscheidungen und Auftragswerte.
Vergabedienstleister
Ein Vergabedienstleister ist ein digitales Werkzeug, das Unternehmen beim Finden, Verfolgen und Bearbeiten von öffentlichen Ausschreibungen unterstützt.
Vergabeplattform
Eine Vergabeplattform ist ein Online-Portal, auf dem öffentliche Auftraggeber Ausschreibungen veröffentlichen und Unternehmen Angebote einreichen können.
Vergabeprozess
Der Vergabeprozess ist der strukturierte Ablauf, den ein öffentlicher Auftraggeber von der Bedarfsermittlung bis zur Vertragserfüllung durchläuft.
Vergaberechtliche Grundsätze
Die vergaberechtlichen Grundsätze in § 97 GWB umfassen Wettbewerb, Gleichbehandlung, Transparenz und Verhältnismäßigkeit als tragende Prinzipien öffentlicher Vergaben.
Vergabeunterlagen
Vergabeunterlagen sind die Gesamtheit der Dokumente, die ein öffentlicher Auftraggeber für ein Vergabeverfahren bereitstellt, einschließlich Leistungsbeschreibung und Vertragsbedingungen.
Vergabeunterlagen (Gesamtheit)
Die Vergabeunterlagen umfassen alle Dokumente eines Vergabeverfahrens, einschließlich Bekanntmachung, Leistungsbeschreibung und Vertragsbedingungen.
Vergabeverfahrensarten
Vergabeverfahrensarten sind die gesetzlich geregelten Methoden zur Durchführung öffentlicher Aufträge. Erfahren Sie mehr über offenes, nicht offenes und Verhandlungsverfahren.
Vergabevermerk
Der Vergabevermerk dokumentiert alle wesentlichen Entscheidungen und Schritte eines öffentlichen Vergabeverfahrens für die Nachprüfbarkeit.
Vergabeverordnung
Die Vergabeverordnung (VgV) ist das deutsche Regelwerk für die Durchführung öffentlicher Vergabeverfahren oberhalb der EU-Schwellenwerte.
Verhältnismäßigkeit
Verhältnismäßigkeit ist ein Grundsatz des Vergaberechts, der verlangt, dass Anforderungen und Verfahren in angemessenem Verhältnis zum Auftragswert stehen.
Verhandlungsverfahren
Das Verhandlungsverfahren ist eine Vergabeart, bei der der Auftraggeber mit den Bietern über den Inhalt der Angebote verhandeln kann.
Vertragsänderung
Eine Vertragsänderung ist die Anpassung eines bestehenden öffentlichen Auftrags. Das GWB setzt strenge Grenzen für zulässige Änderungen ohne neue Ausschreibung.
Vertragserfüllungsbürgschaft
Eine Vertragserfüllungsbürgschaft ist eine finanzielle Sicherheit, die gewährleistet, dass der Auftragnehmer seine vertraglichen Pflichten erfüllt.
Vertragsmanagement
Vertragsmanagement ist die systematische Überwachung öffentlicher Verträge nach Zuschlagserteilung, um die vertragsgemäße Leistungserbringung sicherzustellen.
Vertragsmanager
Ein Vertragsmanager ist für die Betreuung öffentlicher Verträge nach Vertragsschluss verantwortlich und stellt sicher, dass Leistungen und Bedingungen eingehalten werden.
Vertragsoption
Eine Vertragsoption gibt dem Auftraggeber das Recht, aber nicht die Pflicht, einen Vertrag zu verlängern oder zusätzliche Leistungen zu vorab vereinbarten Bedingungen abzurufen.
Vertragsstrafe
Eine Vertragsstrafe ist eine vertraglich vereinbarte Geldzahlung bei Leistungsverzug in öffentlichen Aufträgen, die ohne Schadensnachweis fällig wird.
Vertragsstrategie
Eine Vertragsstrategie legt fest, wie eine Beschaffung vertraglich organisiert wird, mit Entscheidungen zu Vertragsart, Losbildung, Risikoverteilung und Preismodell.
VgV
Die VgV (Vergabeverordnung) regelt die Durchführung von Vergabeverfahren oberhalb der EU-Schwellenwerte in Deutschland und setzt die EU-Vergaberichtlinie um.
Vorinformation
Eine Vorinformation ist eine frühzeitige Bekanntmachung geplanter Vergabeverfahren, die Unternehmen Zeit zur Vorbereitung gibt und kürzere Fristen ermöglicht.
Vorinformation
Eine Vorinformation ist ein Instrument, mit dem Auftraggeber den Markt über geplante Beschaffungen informieren, bevor das Vergabeverfahren beginnt.
Vorkommerzielle Auftragsvergabe
Die vorkommerzielle Auftragsvergabe ist ein FuE-Beschaffungsverfahren, bei dem die öffentliche Hand neue Lösungen in Phasen entwickeln lässt, mit Risikoteilung und IPR beim Auftragnehmer.
W
Wettbewerblicher Dialog
Der wettbewerbliche Dialog ist ein Vergabeverfahren, bei dem der Auftraggeber mit Bietern über Lösungen diskutiert, bevor endgültige Angebote eingereicht werden.
Wirtschaftlichstes Angebot
Das wirtschaftlichste Angebot (MEAT) ist das Vergabeprinzip, nach dem öffentliche Aufträge auf Basis des besten Preis-Leistungs-Verhältnisses vergeben werden.
Z
Zentrale Beschaffungsstelle
Eine zentrale Beschaffungsstelle führt gebündelte Vergaben für andere öffentliche Auftraggeber durch, entweder als Großhändler oder als Mittler über Rahmenvereinbarungen.
Zentrale Rahmenvereinbarung
Eine zentrale Rahmenvereinbarung wird von einer zentralen Beschaffungsstelle im Auftrag mehrerer öffentlicher Auftraggeber geschlossen und oft verpflichtend genutzt.
Zuschlagserteilung
Die Zuschlagserteilung ist der formelle Abschluss eines Vergabeverfahrens, bei dem der Auftraggeber dem wirtschaftlichsten Angebot den Zuschlag erteilt.
Zuschlagskriterien
Zuschlagskriterien bestimmen, welches Angebot in einem Vergabeverfahren den Zuschlag erhält. Sie müssen vorab festgelegt und gewichtet werden.
Zuschlagsmitteilung
Eine Zuschlagsmitteilung ist das formelle Schreiben, das alle Bieter über die Vergabeentscheidung informiert und die Wartefrist auslöst.
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