Glossar/Gewichtung

Was ist

Gewichtung

Auch bekannt als: Bewertungsgewichtung

Die Gewichtung bestimmt, welche Bedeutung die einzelnen Zuschlagskriterien bei der Auswahl des besten Angebots in einer öffentlichen Ausschreibung haben. Sie muss in der Bekanntmachung oder den Vergabeunterlagen angegeben werden (§ 58 Abs. 3 VgV).

Wie funktioniert die Gewichtung?

Der öffentliche Auftraggeber legt für jedes Zuschlagskriterium eine prozentuale Gewichtung fest, die zeigt, wie stark es in die Gesamtbewertung einfließt. Beispiel:

  • Preis: 40 %
  • Qualität: 30 %
  • Umwelt: 30 %

In diesem Beispiel ist der Preis das wichtigste Kriterium, aber Qualität und Umwelt haben zusammen eine höhere Gewichtung. Die Summe aller Gewichtungen muss immer 100 % ergeben.

Beispiel aus der Praxis

Eine Kommune möchte neue Büromöbel beschaffen und setzt folgende Gewichtung fest:

  • Preis: 40 %
  • Qualität und Haltbarkeit: 35 %
  • Lieferzeit: 15 %
  • Umweltzertifizierungen: 10 %

Jeder Bieter erhält für jedes Kriterium Punkte. Ein Bieter mit höherem Preis, aber hervorragender Qualität kann dennoch den Zuschlag erhalten, wenn die Qualitätspunkte den Preisunterschied ausgleichen.

Tipps für Bieter

Für Unternehmen ist es wichtig:

  • Die Gewichtung in den Vergabeunterlagen sorgfältig zu analysieren
  • Den Schwerpunkt auf die am höchsten gewichteten Kriterien zu legen
  • Gut zu dokumentieren, wie das Angebot die einzelnen Kriterien erfüllt

Moderne Werkzeuge wie Cobrief können dabei helfen, die Gewichtung in Ausschreibungen zu identifizieren und zu analysieren, damit der Aufwand gezielt dort eingesetzt wird, wo er den größten Ertrag bringt.

Die Gewichtung ist ein zentrales Element des Vergabeverfahrens, das fairen Wettbewerb und transparente Entscheidungen sicherstellt. Wer die Gewichtung versteht, kann zielgerichtetere und wettbewerbsfähigere Angebote abgeben.

Bereit, mehr Ausschreibungen zu gewinnen?

Cobrief hilft Ihnen, Ausschreibungen zu finden, zu bewerten und zu beantworten.

Cobrief kostenlos testen