Was ist ein
CPC-Code
Auch bekannt als: Central Product Classification, UN-Produktklassifizierung
Ein CPC-Code (Central Product Classification) ist eine Klassifizierungsnummer aus dem internationalen System der Vereinten Nationen zur Kategorisierung von Waren und Dienstleistungen. Während CPV-Codes im täglichen Vergabewesen der EU verwendet werden, bilden CPC-Codes das globale Rahmenwerk, das unter anderem dem GPA (Government Procurement Agreement) der WTO zugrunde liegt.
Wie funktionieren CPC-Codes?
CPC-Codes bestehen aus fünf Ziffern in einer hierarchischen Struktur: Sektionen (1 Ziffer), Divisionen (2 Ziffern), Gruppen (3 Ziffern), Klassen (4 Ziffern) und Unterklassen (5 Ziffern). Das System deckt alle Arten von Waren und Dienstleistungen ab. Die erste Version wurde 1991 von den Vereinten Nationen veröffentlicht; das System liegt mittlerweile in Version 2.1 vor.
Im GPA-Übereinkommen werden CPC-Codes verwendet, um festzulegen, welche Dienstleistungen den Verpflichtungen des Abkommens unterliegen. Beispielsweise werden Bauaufträge unter Bezugnahme auf CPC-Division 51 definiert. Wenn die GPA-Vertragsparteien, darunter Deutschland als EU-Mitglied, über den Marktzugang verhandeln, verwenden sie CPC-Codes in ihren Verpflichtungslisten, um festzulegen, welche Dienstleistungsaufträge erfasst und welche ausgenommen sind.
Unterschied zwischen CPC und CPV
Es ist wichtig, den Unterschied zwischen den beiden Klassifizierungssystemen zu verstehen:
- CPC wurde von den Vereinten Nationen für Statistik und internationalen Handel entwickelt und wird im WTO-Kontext verwendet
- CPV ist das eigene System der EU, das speziell für das öffentliche Beschaffungswesen und Bekanntmachungen entwickelt wurde
- CPC hat fünfstellige Codes, während CPV achtstellige Codes plus Prüfziffer verwendet
- Die EU hat offizielle Zuordnungstabellen erstellt, die die Entsprechung zwischen CPV und CPC zeigen
In der Praxis begegnen deutschen Unternehmen im täglichen Vergabewesen CPV-Codes, während CPC-Codes relevant sind, um die internationalen Verpflichtungen im Rahmen des GPA zu verstehen. Werkzeuge wie Cobrief erleichtern die Navigation zwischen verschiedenen Klassifizierungssystemen und die Suche nach relevanten Ausschreibungen.
CPC-Codes sind die globale Grundlage der Produktklassifizierung, während CPV die EU-spezifische Variante für die tägliche Vergabepraxis darstellt. Für Unternehmen, die internationale Beschaffungsmärkte erschließen wollen, ist die Kenntnis des CPC-Systems hilfreich.