Was sind
Unterauftragnehmer
Auch bekannt als: Nachunternehmer, Subunternehmer
Ein Unterauftragnehmer ist ein Unternehmen, das Teile eines öffentlichen Auftrags im Auftrag des Hauptauftragnehmers ausführt. Dies ist sowohl bei privaten als auch bei öffentlichen Ausschreibungen üblich, insbesondere wenn ein Projekt Spezialkenntnisse oder zusätzliche Kapazitäten erfordert.
Wie funktioniert das?
Wenn ein Unternehmen einen Auftrag gewinnt, kann es Unterauftragnehmer für Teile der Leistung einsetzen. Ein Bauunternehmen, das einen großen Auftrag erhalten hat, kann beispielsweise einen Elektrofachbetrieb als Unterauftragnehmer für die Elektroinstallation beauftragen.
In Ausschreibungen muss der Hauptauftragnehmer in der Regel angeben:
- Welche Unterauftragnehmer eingesetzt werden sollen
- Welche Leistungsteile diese übernehmen
- Dass die Unterauftragnehmer die Eignungskriterien erfüllen
Anforderungen und Verantwortung
Nach § 36 VgV kann der Auftraggeber verlangen, dass der Bieter die Unterauftragnehmer benennt und deren Eignung nachweist. Seit der Vergaberechtsreform 2016 kann der Auftraggeber auch die unmittelbare Haftung der Unterauftragnehmer verlangen. Der Hauptauftragnehmer trägt dennoch die Gesamtverantwortung für die vertragsgemäße Leistungserbringung.
Moderne Werkzeuge wie Cobrief erleichtern den Überblick darüber, wo Unterauftragnehmer im Angebotsprozess benötigt werden, und helfen sicherzustellen, dass alle erforderlichen Nachweise vollständig vorliegen.
Durch den Einsatz von Unterauftragnehmern können Unternehmen größere Aufträge übernehmen und umfassendere Lösungen anbieten, ohne von ihrer Kernkompetenz abzuweichen. Dies stellt Qualität in allen Teilen der Leistungserbringung sicher.