Was ist ein
Miniwettbewerb
Auch bekannt als: erneuter Aufruf zum Wettbewerb
Ein Miniwettbewerb ist ein vereinfachter Wettbewerb, der im Rahmen einer bestehenden Rahmenvereinbarung durchgeführt wird. Er ermöglicht es öffentlichen Auftraggebern, Waren oder Dienstleistungen effizient zu beschaffen und dabei einen fairen Wettbewerb zwischen den zugelassenen Vertragspartnern sicherzustellen.
Wie funktioniert ein Miniwettbewerb?
Angenommen, eine Kommune hat eine Rahmenvereinbarung mit vier IT-Unternehmen über die Lieferung von Hardware geschlossen. Wenn die Kommune neue Laptops für eine Schule benötigt, fordert sie alle vier Unternehmen zur Angebotsabgabe auf. Das ist ein Miniwettbewerb.
In der Aufforderung gibt der Auftraggeber an:
- Was beschafft werden soll (Anzahl und Art der Laptops)
- Wann die Lieferung benötigt wird
- Welche Zuschlagskriterien gelten (z. B. Preis und Lieferzeit)
- Frist für die Angebotsabgabe
Alle vier Vertragspartner erhalten die gleichen Informationen und die gleiche Frist. Die interessierten Unternehmen reichen ihre Angebote ein, und der Auftraggeber wählt das beste Angebot nach den angegebenen Kriterien aus (§ 21 Abs. 4 VgV).
Vorteile des Miniwettbewerbs
Für den Auftraggeber:
- Schnellerer Prozess als ein vollständiges Vergabeverfahren
- Nur bereits qualifizierte Unternehmen nehmen teil
- Sicherstellung von Wettbewerb und bestem Angebot
Für die Bieter:
- Einfachere Teilnahme als bei einem vollständigen Vergabeverfahren
- Weniger Konkurrenten
- Bekannte Rahmenbedingungen aus der Rahmenvereinbarung
Werkzeuge wie Cobrief helfen Unternehmen, Miniwettbewerbe im Überblick zu behalten und den Prozess der Angebotserstellung zu vereinfachen.
Der Miniwettbewerb ist ein effizientes Instrument, das guten Wettbewerb mit schlanken Verfahren verbindet und so eine wirtschaftliche Durchführung öffentlicher Ausschreibungen ermöglicht.